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Expertenrat Expertenrat - Melanom.de
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Aktuellste Fragen:
Patientenfrage:
Liebes Expertenteam, ich hatte im Herbst letzten Jahres folgende Diagnose: Melanozytärer Tumor, es heißt im Befund "man erkennt junktional Proliferationen atypischer Melanozyten. Die Zellen besitzen ein balloniertes Zytoplasma. Die Zellkerne sind stark aufgelockert. Stellenweise erkennt man ein Emporsteigen atypischer Melanozyten in suprabasale Zellschichten. Die umgebenden Kreatinozyten sind unregelmäßig kräftig pigmentiert. Melanom in situ. Da das Melanom dicht an einen seitlichen Resektionsrand heranreicht wir Nachexzision empfohlen." Dieser Nachschnitt wurde auch gemacht - ohne weiteren Befund. Jetzt nach drei Monaten die Kontrolle. Erst meinte mein Hautarzt, dass ich nun quasi als gesund gelte, mir keine Sorgen machen muss aus regelmäßige Kontrolle. Heute aber hieß es, dass ich mir etwas ganz Böses eingehandelt habe und weiterhin als Krebspatient gelte. Ich bin 30 Jahre alt, möchte gern ein weiteres Kind haben und sehr beunruhigt. Ich hatte gedacht, mit der Nachexzision ist alles wieder in Ordnung... Besten Dank für Ihre Hilfe
Antwort unseres Experten:
im Prinzip dürfen Sie sich als geheilt betrachten - seien Sie unbesorgt. Aber die Nachsorge ist dennoch wichtig, da Sie Risikopatient für ein weiteres Melanom bleiben werden. So ist das zu verstehen.
Patientenfrage:
bei mir wurde ein malignes melanom ssm, festgestellt. (0,85 tiefe) ich stehe vor der nachoperation. worauf muß ich bei der nachsorge achten?
Antwort unseres Experten:
Es handelt sich um ein dünnes Melanom und die Hautinspektion mit gelegentlicher Lymphknotensono sind ausreichend. Die Prognose ist sehr gut!
Patientenfrage:
Hallo, ich habe folgende Diagnose bekommen: Superifiziell spreitendes malignes Melanom(Level III, TD 0,58 mm, Mitoserate nicht bestimmt, ED 09/2011) rechter Oberschenkel vental. Klassifikation: pT1a cN0 M0 - Stadium IA (AJCC 2009). Was heißt diese Diagnose? Ich verstehe, dass ich ein schwarzes Melanom habe, aber was heißen die Abkürzungen? Wie weit vortgeschritten ist der Melanom? Gibt es von euch Empfehlungen welche zusätzl. Untersuchen ich machen soll, außer zum Hautarzt zu gehen? Vielen Dank vorab!
Antwort unseres Experten:
es handelt sich um ein sehr dünnes Melanom mit sehr guter Prognose. Es sollte eine Nachexzision mit Sicherheitsabstand und eine Lymphknotensonographie erfolgen. Ferner ist die Nachsorge wichtig, mehr ist nicht zu tun - seien Sie guten Mutes!
Patientenfrage:
Guten Tag, mir wurden auf eigenen Wunsch 2 Muttermale im Gesicht entfernt, die laut eines Oberarztes in der Münchner Hautklinik als unauffällig bezeichnet wurden. Die Histologie hat bei einem eine Aktinische Keratose ergeben. Nun habe ich noch 3 "Flecken" im Gesicht und ich weiss ja nicht, ob diese auch schon eine Aktinische Keratose sind. Ich bin nun schon beunruhigt. Was würden Sie mir empfehlen? Vielen Dank und mit freundlichen Grüssen
Antwort unseres Experten:
letztlich kann ich Ihnen nur die erneute Vorstellung bei einem Hautarzt empfehlen, da ich auf die Ferne natürlich keine Diagnosen stellen kann.
Patientenfrage:
Sehr geehrter Herr Professor Enk, ein knotiges Melanom (0,9mm/Cl III) wurde bei mir in der Nähe der Wirbelsäule auf Höhe der Schulterblätter entfernt. Eine zweite OP folgte (1cm Sicherheitsabstand). Es wird 4xjährlich die Haut auf Veränderungen angesehen, eine Fotodokumentation findet nicht statt. Zudem wird 1x im Jahr eine Sonografie der Lymphknoten und des Bauchraumes durchgeführt sowie die Lunge geröntgt. Weitere Untersuchungen wurden auch bei Diagnoseerstellung nicht getätigt (Wächterlymphknoten o.ä.). Können Sie mir sagen, ob das so okay geht und wie die Prognose ist. Ich bin 34 und habe natürlich Kinderwunsch. Kann ich selbst noch irgendetwas tun, um weiterhin "gesund" zu bleiben??? Herzlichen Dank.
Antwort unseres Experten:
die Massnahmen sind allesamt richtig und gut - Röntgen sogar etwas übertrieben. Sie tun derzeit alles, was möglich ist und die Prognose ist gut.
Patientenfrage:
Können Sie mir bitte sagen, ob nach einer Hautcurettage ein Risiko der Streuung besteht? Diagnose: Intraepidermales oberflächlich spreitendes malignes Melanoma in situ in einer oberflächlichen Hautexzision. Läsion seitlich randbildend exzidiert. Das Melanom wurde anschliessend 11 Tage später gänzlich entfernt. Bericht steht noch aus. Besten Dank
Antwort unseres Experten:
nein, eine Kurettage erhöht das Streuungsrisiko nicht!
Patientenfrage:
Hallo Expertenteam, ich habe sehr viele Muttermale (über 150) und bin ein hellhäutiger Typ. Mir sind schon einige Muttermale entfernt worden, darunter auch dysplastische. Beim letzten Befund gab es folgende Diagnose: Dysplastischer Naevuszellnaevus mit schwerer Melazonytenatypie (ICD-O M8000/1; ICD-10 D48.9) Dieser dysplastische Naevus zeigt eine schwere Melazonytenatypie. Trotz der ausgeprägten Melazonytenatypie spricht die Mehrzahl der morphologischen Kriterien noch für einen dysplastischen Naevus. Die Frage einer Melanomentwicklung in diesem Naevus wurde morphologisch geprüft. Die Diagnose eines malignen Melanoms war nicht zu stellen. Resektionsränder in den vorliegenden Schnittpräparaten frei. Es wird noch der Rest des Gewebes aufgearbeitet, bei Befundänderung erfolgt Nachbericht.Mein Hautarzt hat nur gesagt, gut, dass es jetzt entfernt ist. Ich bin jetzt ein wenig verunsichert. Bedeutet dies, dass das Muttermal noch gutartig war oder konnte man keine eindeutige Diagnose stellen.Ich gehe bereits vierteljährlich zur Kontrolle und schütze mich auch mit hohem LSF vor der Sonne. Welche Vorsorgemöglichkeiten gibt es noch, da ich ja noch so viele Muttermale habe, die sich verändern können.... Vielen Dank für eine Antwort.
Antwort unseres Experten:
es handelt sich eindeutig um eine gutartige Veränderung, seien Sie unbesorgt. Sie machen alles richtig, wenn Sie die Vorsorge so durchführen, wie beschrieben - dies bietet den größtmöglichen Schutz!
Patientenfrage:
Guten Tag, ich hatte vor einiger Zeit schon einmal eine Frage zum Protein S100-Wert gestellt. Zunächst einmal vielen Dank für die schnelle Beantwortung. Ich wüsste allerdings noch gerne, welche "harmlosen" Gründe es geben kann, wenn dieser Wert einmal erhöht ist und danach wieder normal. Mein Hausarzt konnte mir hierzu leider keine Auskunft geben. Mit freundlichem Gruß
Antwort unseres Experten:
es gibt Patienten, die anlagebedingt eine Erhöhung des Wertes aufweisen, ferner produzieren wirklich zahlreiche Körperzellen das Protein, die nicht zum Melanom gehören. Alle aufzulisten sprengt den Umfang dieser Seite.
Patientenfrage:
Guten Tag! Falls bei einer histologischen Begutachtung von Muttermalen noch zusätzlich Stufen angefertigt werden, hat man dann etwas Verdächtiges, z.B. eine bösartige Zellen entdeckt oder warum macht man das? Vielen Dank im voraus. Mit besten Grüssen
Antwort unseres Experten:
Nein, die stufenschnitte sollen nur einen Einblick in das gesamte Präparat geben - seien Sie unbesorgt!
Patientenfrage:
Hallo Prof. Enk, Zu meiner Historie: August 2011: SSM(0,5mm, CL II-III, T1aN0M0), Nachschnitt erfolgte. Ich bin 31 jahre alt und weiblich. In den letzten 6 Monaten sind mir 15 Muttermale entfernt worden und 6 weitere werden diese Woche folgen. Da ich noch ca.200 habe wird das wohl ähnlich-wenn auch abgeschwächt- so weitergehen. Bis auf ein Muttermal waren wohl alle Befunde so, dass die Operation gerechtfertigt war. Dh. keine Bösartigkeit aber eine mal mehr mal weniger starke Dysplastie. Der letzte Befund war sogar ein Grenzfall (ICDO M8000/1;überwiegend intraepitheliale Hyperplasie atypischer Melanozyten) Nach dem Schock im August konnte ich mich durch die relativ gute Prognose wieder aufrappeln, aber inzwischen bin ich nur noch verunsichert. Bin ich ein Sonderfall? Die ursprüngliche Prognose kann kaum noch zutreffen und ein Niedrigrisikopatient bin ich wohl auch nicht mehr. Gibt es die Möglichkeit innerhalb einer oder zwei große Operationen alle klinisch verdächtigen Muttermale entfernen zu lassen. Ich möchte endlich ein Schlussstrich ziehen und nicht alle paar Wochen wieder durch das ganze Thema müssen. Können Sie mir weiterhelfen. Mit den besten Grüßen eine verzweifelte Patientin
Antwort unseres Experten:
Sie machen alles richtig, indem sie die Nachsorge ernst nehmen. Weitere Vorsichtsmaßnahmen sind weder nötig, noch möglich.
Patientenfrage:
Mir wurden auf eigenen Wunsch zwei Muttermale im Gesicht durch Abschaben entfernt, die ein Oberarzt in der Hautklinik als nicht verdächtig eingestuft hat. Als ich heute nach dem Befund fragte, sagte man mir, es müssen noch Stufen angelegt werden. Was heisst das? Hat man etwas verdächtiges entdeckt.uss da nochmals nachgeschnitten werden. Ich hatte im Oktober bereits ein Basaliom. Ich bin total beunruhigt. Vielen Dank und mit freundlichen Grüssen
Antwort unseres Experten:
Seien sie unbesorgt, dies gehört zur normalen Routine.
Patientenfrage:
Bei mir wurde im letzten Jahr ein malignes Melanom, Tumordicke 0,4mm festgestellt. Mein Hausarzt macht nun halbjährlich Oberbauch-Ultraschall und nimmt auch jedesmal Blut ab und untersucht den Tumormarker S100. Ist diese Untersuchung eigentlich in diesem Fall sinnvoll? Kürzlich war mein Wert einmal höher bei 0,19, kurz darauf dann wieder auf 0,8? Welche harmlosen Ursachen können denn überhaupt eine Schwankung der Werte hervorrufen, hierzu konnte mir mein Hausarzt leider keine Auskunft geben.
Antwort unseres Experten:
In der Tat ist die Sinnhaftigkeit des s100 Wertes bei dünnen Tumoren umstritten, da der Wert häufig ohne fassbare Gründe oder gar genetisch erhöht sein kann. Eine bessere Auskunft gibt es leider nicht.
Patientenfrage:
Sehr geehrtes Expertenteam, am 14.12. wurde am re.Oberarm ein Leberfleck entfernt. Am 10.1. bekam ich die Diagnose: Histol.erkennt man im vorl.Präparat A 2 eine asymmetrisch aufgebaute Pigmenläsion. Innerhalb der Junktionszone atypische Melanozyten, die intraepidermal aufsteigen.Diese zeigen deutl.Zell-u.Kernatypien.Im oberen Korium invasiver Anteil. Fokal Schweißdrüseninfiltration. Inv.Ausläufer bis 0,6 mm in oberes Korium.Laterale Absetzungsränder im Gesunden.Durchgeführte MART-1 Färbung bestätigt intraepidermale Aufsteigen von Malanozytenkomplexen. Im oberen Korium dto.einzelne Melanozytenkomplexe, die ein invasives Wachstum zeigen.Deutliche Schweiß-drüseninfiltration. MIB-1-Färbung erhöhte Proliferati-onsaktivität.Mitotische Akt.der korialen Melano-zytenkomplexe nicht erhöht. Beurteilung: Im Gesunden exzidiertes superfiziell spreitendes Melanom, Clark Level III, Tiefeninfiltr. 0,65 mm, Mitoserate <1/mm (RO, pT1a nach AJCC 2009) mit Nachw.Schweißdrüsenilfiltration. Am 18.1.soll nachoperiert werden. Lunge wurde geröntgt u.Ultraschall der Lymphknoten haben keinen Befund ergeben. Ich bin 67 Jahre und wüßte gern, wie bedrohlich die Diagnose ist. Vielen Dank für Ihre Antwort. Mit freundlichen Grüßen
Antwort unseres Experten:
es handelt sich um eine frühe Form von schwarzem Hautkrebs. Es sollte eine Nachexzision mit Sicherheitsabstand und eine kleine Durchuntersuchung mit Lymphknoten Sonographie erfolgen. Dann ist noch die Nachsorge ernst zu nehmen. Die Prognose ist sehr gut!
Patientenfrage:
Zum Jahresanfang entdeckte ich urpötzlich ein stark verändertes Muttermal (ca. 0,3mm, schwarz, erhaben) an der Innenseite meines linken Oberschenkels, das mir vorher noch nie aufgefallen war - obwohl es an einer Stelle war, an der es mir ins Auge hätte fallen müssen. Erst dachte ich auch an einen Mini-Bluterguss/ -schwamm. Etwas in Panik ging ich sofort zu einer Hautärztin, die das Muttermal durch Flachexzision entfernte. Jetzt nach einer Woche kam der Befund: "Stärker pigmentierter atypischer dysplastischer Nävus (d22.9), vermutlich beginnende maligne Transformation - Nachexzision ist anzuraten"... Jetzt bin ich total verunsichert. Meine Fragen: Was heißt das jetzt konkret? und: Kann das mit Hormonstörungen zusammenhängen? Ich habe nämlich eine Pille nicht vertragen, die ich dann Ende letzten Jahres abgesetzt habe. Ich nehme jetzt eine neue Pille. Mein Alter: 44 Jahre
Antwort unseres Experten:
es bedeutet, dass nicht genau beurteilt werden kann, ob hier eine beginnende Bösartigkeit vorliegt. Daher sollte auch unbedingt aus Sicherheitsgründen eine Nachexzision erfolgen. Dies ist aber nur zur Vorsicht. Nein, die Pille hängt hiermit nicht zusammen.
Patientenfrage:
Auf mein Betreiben hin, wurde meinem Mann ein malignes Melanom 0,2 mm entfernt. Der gleiche Hautarzt hat mich später ebenfalls untersucht und als ein etwas vorsichtiger Mensch beschrieben, da ich aufgrund der Vorgeschichte meines Ehemannes nun sehr verängstigt sei. Mittlerweile habe ich sämtliche Prospekte der Deutschen Krebshilfe (malignes Melanom) ausführlich gelesen und den Hautarzt auf mindestens 10 komische Leberflecke bei mir aufmerksam gemacht. Widerwillig wurden diese nun entfernt. Davon waren nun 9 dysplastisch. Dieser Hautarzt sieht immer noch diese Situation als sehr locker an und forderte mich nun auf im nächsten Jahr mal wieder zu kommen. Nur wenn mir ein Fleck komisch vorkommt, dann sollte ich wieder vorbei schauen. Eigentlich bin ich damit nun überfordert, da ich noch so manche weitere komische Leberflecke bei mir wie auch bei meinem Ehemann entdeckt habe. Mein Ehemann soll auch erst nach einem halben Jahr wieder kommen, obwohl er auch bei ihm auf mein weiteres Betreiben hin von 5 3 dysplastische entfernt hat. Ist dieser Arzt der richtige? Kann man mit dieser Erkrankung wirklich so locker umgehen? Unser Sohn ist auch bei diesem Arzt und bekommt ständig dyspl. Leberfl. rausgeschnitten. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit der Entartung von dyspl. Leberflecken? Sehe ich zu schwarz?
Antwort unseres Experten:
leider wird der Begriff "dysplastisch" heute vielfach verwendet und dabei oft mit "Vorstufe zur Bösartigkeit" gleichgesetzt. Dies ist aber keinesfalls richtig und zahlreiche sog dysplastische Muttermale sind in Wahrheit nicht besonders auffällig. Seien Sie daher unbesorgt und vertrauen Sie dem Hautarzt, der Sie nach meiner Einschätzung durchaus kompetent beraten hat!


