Früherkennung / Diagnose: Computertechnik

Malignes Melanom oder nur eine harmlose Pigmentveränderung der Haut? Diese Frage stellt sich in der täglichen Praxis häufig, und manchmal ist sie ohne das Skalpell kaum zu beantworten. Ein neuartiges, in Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik Regensburg entwickeltes Dokumentations- und Diagnose-System erlaubt jetzt ein besonders zuverlässiges Urteil.

"Auge" des neuartigen Systems ist eine hochauflösende digitale Kamera.

Computerscreen
Computerscreen mit diagnoseunterstützenden Darstellungen der Pigmentveränderung

Für das Diagnose-System selbst ist ein ursprünglich von der Weltraumforschung für Satellitenbilder entwickeltes Struktur- und Farberkennungsprogramm modifiziert worden. Bilder aus einer umfangreichen Fallsammlung von bös- und gutartigen Pigmentveränderungen der Haut wurden hierzu nach der ABCD-Regel ausgewertet.

Mit Hilfe dieser Referenzdaten errechnet der Computer die Wahrscheinlichkeit, inwieweit es sich bei der aktuell untersuchten Hautveränderung eines Patienten um ein malignes Melanom handelt oder nicht. Verdächtige Areale werden dabei auf dem Bildschirm in rot und unverdächtige Areale in grün angezeigt.

Mit dem System soll die Treffsicherheit der Diagnose über 90 Prozent liegen. So hilft das neue System überflüssige Probeentnahmen und Narben zu vermeiden und reduziert zugleich das Risiko, ein malignes Melanom zu verkennen.